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Timo: Obdachlos, aber mit Leidenschaft und einem Fahrrad im Dienst der Hilfe für andere Obdachlose

Timo, ein obdachloser Mensch, aber mit Leidenschaft und einem Fahrrad im Dienst der Hilfe für andere Obdachlose – Auch in Osnabrück zeigt er, dass Mitmenschlichkeit keine Grenzen kennt. Hier seine Erfahrungen auf der Straße, die eine inspirierende Geschichte von unbeugsamem Engagement erzählen.

In der Vorweihnachtszeit schlenderte ich durch die Fußgängerzone Osnabrücks. Inmitten des Trubels fiel mir ein Mann auf, der mit einem vollbeladenen Fahrrad unterwegs war – Timo. Dieser Obdachlose zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Hingabe aus, sich für andere einzusetzen. Ich ging auf ihn zu, sprach ihn an und suchte das Gespräch mit ihm. Er erzählte mir offen, klar und mit sympathischer Stimme von seinem Leben und von dem, was er auf der Straße erlebt und was ihn bewegt.

Leben auf der Überholspur: Timos eindrucksvolle 13.000 km Reise als obdachloser Radfahrer durch Deutschland und darüber hinaus

Timo plauderte über die Offenheit der Osnabrücker im Vergleich zu Menschen in anderen Städten. Für ihn ist das Schlafen auf Bänken zur Normalität geworden und manchmal sogar angenehmer als in einem Hostel. Die Übernachtung kann sich mitunter härter gestalten als eine Nacht auf der Parkbank. Mit seinen 38 Jahren gab er einige Einblicke in sein Leben, darunter die anfänglichen Wehwehchen, die mit dem Alter kommen. Ein Detail hat mich jedoch staunend und zugleich neugierig zurückgelassen. Während wir über seine Reise quer durch Deutschland und angrenzende Länder sprachen, offenbarte er, dass er unglaubliche 13.000 Kilometer in nur 4 Monaten zurückgelegt hat. Puh, Hut ab – obdachlos und dennoch ein leidenschaftlicher Radfahrer. 🚴‍♂️✨

sozial sympathisch sportlich – Timo

Ihr könnt Timo unterstützen. Er kann OBI und andere Baumarkt Gutscheine gebrauchen, um seine Projekte winterfest zu bekommen. Die kältesten Monate Januar und Februar kommen noch. Geht auf seine Webseite:

https://timoobdachlos.jimdofree.com/

https://www.instagram.com/ein_phonix_aus_der_asche/

Der Starke hilft den Schwachen – Fürsorge als Grundpfeiler einer solidarischen Gesellschaft

Häufig reicht ein persönlicher Schicksalsschlag aus, der Menschen auf die Straße führt und das ist besonders im Winter gefährlich. Der Starke hilft den Schwachen – Fürsorge als Grundpfeiler einer solidarischen Gesellschaft. Obdachlose haben kaum eine Chance, eine Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt zu finden. Die Menschen brauchen 365 Tage im Jahr Unterstützung. Nicht nur zu Weihnachten.

Winterliche Herausforderungen gibt es auch in Osnabrück: Hilfe für Obdachlose ist dringend geboten

Seit einigen Wochen gehen die Temperaturen im Osnabrücker Land spürbar zurück, und der nasse, kalte Winter ist im vollen Gange. Nach offiziellen Angaben leben in Osnabrück etwa 70 obdachlose Menschen. Das sind Personen, die sich in äußerst schwierigen sozialen und finanziellen Situationen befinden, ohne ein Dach über dem Kopf, ohne eine Wohnung oder Unterkunft, die ihnen Rückzugsmöglichkeiten und Schutz vor den Witterungseinflüssen bieten könnte. Diese Zahl wird jedoch oft unterschätzt, da eine genaue Erfassung fehlt und Dunkelziffern im Spiel sind.

Die Hilfsangebote für obdachlose Menschen in Osnabrück sind begrenzt. Ein Beispiel ist die Wärmestube des Bischöflichen Stuhls zu Osnabrück in der Bramscher Straße 158, deren Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 7 bis 13 Uhr reichen. Ein weiteres Angebot stammt vom SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste in Osnabrück e. V. in der Bramscher Str. 11, der verschiedene Einrichtungen zur Obdachlosenhilfe betreibt und unter anderem Beratung zur Wohnungslosenhilfe anbietet.

Solidarischer Aufbau in Osnabrück: Gemeinsam gegen Lebenslagen in Not

Zusätzlich ist der solidarische Aufbau zu erwähnen, der nicht eine Anlaufstelle für Obdachlose schaffen möchte, sondern vielmehr die Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen will. Sie schaffen Strukturen, die für alle Menschen zugänglich und hilfreich sind. Ihr Ziel ist es, gemeinsam mit den Betroffenen von unten zu organisieren, nicht wegzusehen, sondern gezielt Menschen anzusprechen und im besten Fall so auszustatten, dass sie zumindest einen etwas besseren Schutz vor der Kälte haben.

Um ihre Ziele zu erreichen, rufen sie die Bevölkerung zu Solidarität auf und bitten um Hilfe in Form von Sachspenden. Falls ihr etwas in Osnabrück entbehren könnt oder unterstützen möchtet, dann sind auch u.a. die >Umsonst Wagen< des >Solidarischen Aufbau< eine erste Möglichkeit.

https://t.me/Solidarischer_Aufbau

http://umap.openstreetmap.fr/de/map/umsonstladen-freeshops-solidarischer-aufbau-osnabr_858534#13/52.2749/8.0523

Wichtig:
Extrem niedrige Temperaturen treffen Obdachlose besonders hart, da Lebensgefahr besteht, wenn die Körpertemperatur unter 30 Grad sinkt. Bei fehlender Ansprechbarkeit oder Zweifeln am Gesundheitszustand ist unverzüglich der Notruf zu wählen.


Menschen, die auf der Straße leben, kämpfen nicht nur im Winter. Unterstützt sie, wann immer ihr könnt.

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